Was steckt in Heuschnupfen-Tabletten?
Die meisten Tabletten gegen Heuschnupfen enthalten ein Antihistaminikum der zweiten Generation. Am bekanntesten sind Cetirizin und Loratadin, die es rezeptfrei in der Apotheke gibt. Daneben gibt es verschreibungspflichtige Wirkstoffe wie Desloratadin, Levocetirizin oder Bilastin.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- wirken gleichzeitig auf Nase, Augen und Haut
- einmal täglich, einfach anzuwenden
- schneller Wirkungseintritt
Nachteile
- gegen eine stark verstopfte Nase oft weniger wirksam als Kortison-Nasensprays
- bei manchen Menschen leichte Müdigkeit
Richtig einnehmen
- Mit der Einnahme beginnen, sobald Ihre Pollen fliegen, nicht erst bei starken Beschwerden.
- Die Tablette täglich und regelmäßig nehmen, solange Ihre Pollen fliegen.
- Die Dosierung aus der Packungsbeilage nicht überschreiten. Zwei Tabletten wirken nicht doppelt so gut.
- Reichen die Tabletten nicht aus, kann ein Nasenspray ergänzt werden. Fragen Sie dazu in der Apotheke.
Für Kinder
Für Kinder gibt es Antihistaminika als Saft oder Tropfen mit angepasster Dosierung. Die Auswahl sollte mit der Kinderarztpraxis abgesprochen werden.
Häufige Fragen
Wann nehme ich Heuschnupfen-Tabletten am besten?
Einmal täglich zur gleichen Zeit. Manche Menschen nehmen Cetirizin lieber abends, falls es leicht müde macht. Bei Loratadin oder Fexofenadin spielt die Tageszeit meist keine Rolle.
Wie schnell wirken die Tabletten?
Moderne Antihistaminika wirken meist innerhalb von 30 bis 60 Minuten und halten etwa 24 Stunden an.
Gibt es Tabletten, die Heuschnupfen heilen?
Antihistaminika lindern nur die Symptome. Die Hyposensibilisierung mit Tabletten unter der Zunge ist dagegen eine Behandlung der Ursache, sie wird aber ärztlich verordnet und über rund drei Jahre angewendet.