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Pollenallergie: Auslöser, Diagnose und Behandlung

Bei einer Pollenallergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf Blütenstaub. Wer weiß, auf welche Pollen er reagiert, kann sich gezielt schützen und die passende Behandlung wählen.

Von Redaktion PollenflugradarZuletzt aktualisiert:

Was passiert bei einer Pollenallergie?

Pollen sind die männlichen Keimzellen von Pflanzen. Bäume, Gräser und Kräuter, die vom Wind bestäubt werden, geben enorme Mengen davon in die Luft ab. Bei Allergikern erkennt das Immunsystem bestimmte Eiweiße auf den Pollen als Feind und bildet IgE-Antikörper. Kommen die Schleimhäute erneut mit den Pollen in Kontakt, wird Histamin ausgeschüttet und es entstehen die typischen Beschwerden in Nase, Augen und Atemwegen.

Die wichtigsten Allergie-Pollen in Deutschland

PollenartHauptblüteBesonderheit
HaselJanuar–Märzerster Frühblüher
ErleFebruar–Märzoft zusammen mit Birkenallergie
EscheMärz–Aprilwird oft mit Birke verwechselt
BirkeApril–Maiwichtigster Baumpollen, viele Kreuzallergien
GräserMai–Julihäufigster Auslöser
RoggenMai–JuniGetreide, stark allergen
BeifußJuli–AugustKreuzallergie mit Sellerie und Gewürzen
AmbrosiaAugust–Septemberinvasive Pflanze, sehr allergen

Diagnose

Ob und worauf Sie allergisch sind, klärt eine allergologische Untersuchung mit Hauttest und Bluttest. Für eine erste Orientierung gibt es auch Tests für zu Hause. Was die Tests leisten und was nicht, lesen Sie im Ratgeber Allergietest.

Kreuzallergien

Wer auf Pollen reagiert, verträgt manchmal auch bestimmte Lebensmittel nicht. Besonders häufig ist das bei einer Birkenpollenallergie: Rohe Äpfel, Haselnüsse oder Kirschen lösen dann Juckreiz im Mund aus. Mehr dazu unter Kreuzallergie.

Behandlung

Die Behandlung ruht auf drei Säulen: Pollen meiden, Symptome mit Medikamenten lindern und die Ursache mit einer Hyposensibilisierung behandeln. Praktische Tipps für den Alltag finden Sie im Ratgeber Pollenschutz.

Häufige Fragen

Auf welche Pollen reagieren die meisten Allergiker?

In Deutschland sind Gräserpollen der häufigste Auslöser, gefolgt von Birkenpollen. Viele Menschen reagieren auf mehrere Pollenarten gleichzeitig.

Ist eine Pollenallergie vererbbar?

Die Veranlagung für Allergien wird familiär weitergegeben. Haben beide Eltern eine Allergie, ist das Risiko für ein Kind deutlich höher. Welche Allergie es entwickelt, ist aber nicht festgelegt.

Welche Pollen fliegen im Winter?

Bei mildem Wetter können Hasel- und Erlenpollen schon im Dezember oder Januar fliegen. In kalten Wintern beginnt die Saison meist erst im Februar.

Quellen und weiterführende Informationen