Wie wirkt Loratadin?
Loratadin ist ein Antihistaminikum der zweiten Generation. Es verhindert, dass Histamin an seine Rezeptoren in Nase und Augen andockt. Niesen, Fließschnupfen, Juckreiz und tränende Augen lassen dadurch nach. Weil Loratadin die Blut-Hirn-Schranke kaum überwindet, macht es nur selten müde.
Dosierung
Für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren ist üblicherweise eine Tablette mit 10 mg einmal täglich vorgesehen. Für jüngere oder leichtere Kinder gibt es niedrigere Dosierungen, etwa als Saft. Bei schweren Lebererkrankungen kann eine Anpassung nötig sein.
Richten Sie sich immer nach der Packungsbeilage Ihres Präparats und überschreiten Sie die angegebene Dosis nicht.
Mögliche Nebenwirkungen
- Kopfschmerzen
- selten Müdigkeit oder Nervosität
- Mundtrockenheit
- gesteigerter Appetit
In Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Loratadin nur nach ärztlicher Rücksprache nehmen.
Loratadin oder Cetirizin?
Beide Wirkstoffe gelten als gleichwertig wirksam. Cetirizin wirkt oft etwas schneller, Loratadin macht etwas seltener müde. Wer mit einem Mittel nicht zurechtkommt, kann in Absprache mit der Apotheke das andere ausprobieren. Weitere Alternativen stehen unter Allergietabletten ohne Müdigkeit.
Tipp: Pollenflug im Blick behalten
Beginnen Sie mit der Einnahme, sobald Ihre Pollen fliegen. Welche Pollen gerade unterwegs sind, zeigt der Pollenflug heute.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis Loratadin wirkt?
Die Wirkung setzt meist innerhalb von ein bis drei Stunden ein und hält etwa 24 Stunden an.
Macht Loratadin müde?
Sehr selten. Loratadin gelangt kaum ins Gehirn und gehört deshalb zu den Antihistaminika, die am wenigsten müde machen.
Kann ich Loratadin mit einem Nasenspray kombinieren?
Ja, die Kombination mit einem Kortison-Nasenspray ist bei stärkeren Beschwerden üblich. Lassen Sie sich dazu in der Apotheke beraten.